Ohne Druck von unten, wird oben nicht aufgewacht!
Harald Schmidt
22.12.2024
Wir leben immer mehr in einer Welt, die Vergleiche mit dem Mäzentum des feudalistischen „Römischen Reiches“ nicht zu scheuen braucht. Der Technofeudalismus mit seinen Ikonen der führenden Wirtschaftsunternehmen ist auf dem besten Wege die Finanz- und Weltgeschicke nach ihrem Gusto zu gestalten. Die demokratischen Staatsgerüste sind zunehmend ausgehöhlt, durch die wirtschaftlichen Interessenvertreter und verkommen immer mehr zum Gerüst der modernen Sklavenhaltung, deren oberste Priorität darin liegt, den Sklaven dies nicht bewusst werden zu lassen. Die Menschen degradieren sich selbst als Arbeits-, Wahl-, Konsumenten- und Kriegsmasse, über die frei verfügt werden darf und dabei sind sie noch zufrieden. Die kognitive Indoktrinationsmechanismen sind mit ihrer verwirrenden, auf Angst basierenden Ausprägung, schon lange ein Aspekt des täglichen Lebens. Empörungskultur und gegenseitige Abgrenzung zum Überhöhen des eigenen Status, lenkt zielgerichtet von der eigentlichen Gefahr für die Mächtigen effektiv ab. Die Erkenntnis das Massen – die gemeinsam für ihre Souveränität aufstehen – etwas bewegen, darf diese nie erreichen (Teile und Herrsche). Das gönnerhafte Verhalten des Staates mit Geldern, die er den Steuerzahlern nimmt, wird immer schwerer zu akzeptieren. Denkt man nur an die Steuerverschwendungen, die zum eigenen Machterhalt geschaffenen Strukturen eines sich verselbständigenden Beamtenappartes aufgewendet werden oder an die auf Kriegstüchtigkeit ausgelegte vereinnahmende Meinungsmache der Politiker und Medien – ist einfach zu erkennen: wir werden in Angst gehalten durch spaltende Themenvielfalt in immer kleinere Gruppierungen, die das Gefühl der Stärke von Gemeinsamkeiten gar nicht erst aufkommen lassen. Geschickt wird mit den Instrumenten der modernen Psychologie die Gemeinsamkeiten aufgebrochen. Sind wir nicht schon allein dadurch etlichen Migranten unterlegen, die alleine durch ihren Glauben schon ein durchaus mächtiges Potential zur Veränderung in ihrem Sinne haben? Von Kulturverlust wollen wir gar nicht erst reden. Werden wir uns bewusst, dass jeder Einzelne letztlich in dieser Welt selbst entscheidet, ob wir uns zunehmend der souveränen Freiheit annähern oder uns freiwillig einordnen, in ein wie auch immer geartetes System der Freiheitsabgabe zugunsten von Mächtigen oder einen sich selbsterhaltenden Staat. Für einen freiheitsliebender Bürger hat der Staat so wenig wie möglich über den Souverän zu bestimmen und nur Aufgaben zum Wohle der Gemeinschaft zu übernehmen. Den tendenziell sich verselbstständigenden Staatsapparaten ist systematisch Einhalt zu gebieten. Die souveräne Gestaltung der Staatsaufgaben werden in diesem Gedankenmodell laufend auf den Prüfstand der Gemeinschaft gestellt. Welchen farblichen Anstrich das Parlament am 23.02.25 bekommt ist letztlich egal, sofern sich nicht einiges grundsätzlich verändert! Mitbestimmung von bestens informierten Bürgern ist doch eine erste Voraussetzung für eine demokratische Zukunft in einem Land, in dem Menschen ihre Freiheitsrechte und Pflichten souverän leben können.
Machen wir uns unsere Welt, wie sie uns gefällt.
Kriegstüchtigkeit ist kein akzeptables Ziel, sich tüchtig für den Frieden einsetzen dagegen schon.
Es lebe der Frieden, die Freiheit und die Demokratie.
