Schnellzug in ChinaNein – sie haben sich weiterentwickelt !

26.05.2026

Die im Internet kursierenden Diskussionen, dass China nur kopiere, Wissen stehle, Menschen ausbeute und deshalb glitzernde Städte entstehen und technologische Führerschaft in vielen Bereichen erreicht wurden, schauen wir uns genauer an:

Ein wiederkehrendes Muster der globalen Wirtschaftsgeschichte beim Aufstieg einer neuen technologischen Supermacht ist selten eine genialen Neuerfindung, sondern beginnt mit einer Phase des rigorosen Lernens und Kopierens. Als die USA im 19. Jahrhundert zur Industriemacht heranreiften, bauten sie ihr Fundament auf der ungenierten Adaption britischer Dampf- und Textiltechnologie. Jahrzehnte später startete Japan seinen Siegeszug im Automobilbau, indem es deutsche und amerikanische Modelle akribisch zerlegte, nachbaute und optimierte. Nun folgt China. Diesen Zyklus in seiner bisher gewaltigsten Dimension erleben wir mit der Kraft des chinesischen Hebels aus Menschenpotential und unangefochtener politischer Zielführung. Trotz aller menschlich individueller Nachteile hat China die Phase der „Werkbank der Welt“ längst hinter sich gelassen und kopiert nicht mehr nur; es entwickelt, verfeinert und ist in vielen Schlüsselbereichen – von der E-Mobilität über die Photovoltaik bis hin zur Telekommunikation und künstlichen Intelligenz – schlichtweg besser als der Westen.

Freiwillig Schlüsseltechnologien an chinesische Marktteilnehmer auszuhändigen schadet der eigenen Wirtschaft. Der von chinesischer Seite geforderte Technologietransfer als Markteintritt in den chinesischen Markt nachzugeben war der Anfang der heutigen Miserie. Die Innovationskraft deutscher Wirtschaft konnte sich kaum amortisieren bei diesem überschnellen Informationsabfluß an die sog. Werkbank. Jetzt hinkt Deutschland in vielen Bereichen hinterher und flüchtet in die staatlich finanzierte Rüstingsindustrie, anstatt sich auf seine Stärken zu besinnen und eine konsequente und zielgerichtete Standortförderung in Wirtschaft und Bildung zu fordern. Wir, von München-steht-auf fordern eine Abwendung von dem unsäglichen selbstzerstörenden Kriegstüchtigkeitsgeschrei der Politik hin zu kompromissloser Friedensdiplomatie auf Augenhöhe – ohne die unterschiedliche Bewertung der selbstherrlichen Hegemoniebemühungen der ehemaligen Machtblöcke. Wohlstand aus Innovationskraft gestützt mit günstiger (billiger) Energie und friedlicher Zugriff auf Ressourcen hat unser Land nach dem Desaster der Weltkriege aufleben lassen.

Überheblichkeit, nicht durchdachte Ideologien, falsche Prioritäten, Überwachungsbestrebungen zum Selbsterhalt des Staatsapparats, fehlende Zukunftsvisionen (die umsetzbar sind, ohne das bisher Erreichte zu gefährden), Abkehr von der friedlichen Ausrichtung der Politik hin zu althergebrachten Kolonialgehabe, fehlende Energiesicherheit und die Nichtbeachtung von Bedürfnissen der hier ansässigen Menschen lassen die Zustimmung der Altparteien schwinden und sich den Alternativen zuwenden, obwohl die nicht unbedingt ihrer politischen Überzeugung repräsentieren. Allein das Vertrauen in Parteiprogramm, Wahlversprechen und späteren konkludenten Handlungen wurde zu oft mißachtet, so Forderungen nach einer Politiker- bzw. Parteienhaftung zunehmen, obwohl dies im Gesetz nicht bzw. kaum vorgesehen ist. „Brandmauern“ sind keine Lösungen, sondern verstärken nur diesen Effekt und keiner scheint sich Gedanken über die Tricks zum Kleinhalten zu machen, sollte das Machtverhältnis sich ändern und damit die Machterhaltungsinstrumente dem politischen Gegner/Mitbewerber zur Verfügung stehen – dies ist einer Demokratie unwürdig, wenn nicht gar schädlich.

Kriegstüchtigkeit ist kein akzeptables Ziel, sich tüchtig für den Frieden einsetzen dagegen schon.

Es lebe der Frieden, die Freiheit und die Demokratie.