20.05.2025
Sprache verändert sich und passt sich den gelebten Gegebenheiten an, ist uns allen bewusst. Nur die gezielte Verwässerung und Umdeutung grundlegender Begriffe durch die medial Mächtigen aus Mainstream und Politik macht nervös. An die Werbesprache der Großunternehmen hatten wir uns ja so langsam gewöhnt, obwohl die wirtschaftlichen Konsequenzen solcher Slogans wie „Geiz ist geil“ einfach nicht guttun. Wenn jeder nur ein billiges Produkt zur Befriedigung seiner Bedürfnisse haben möchte, leidet die Qualität und Wertschätzung für wirklich nachhaltige, anspruchsvolle und handwerklich qualitativ hochstehende Produkte. Von der Voreingenommenheit der sprachlichen Abgrenzung im alltäglichen Miteinander der Menschen gar nicht zu sprechen.
Hier ein paar Wörter, die wie der Journalist Reitschuster zu Recht als uns „geraubt“ (wurden umgedeutet) betitelt:
„Haltung“ – einst ein schönes Wort. Aufrecht, innerlich, unabhängig. Heute: medialer Totschläger, mit Betonsiegel aus dem öffentlich-rechtlichen Lager.
„Vielfalt“ – einst Ausdruck echter Auswahl. Etwa eine Vielfalt von Soßen oder Düften. Heute: Chiffre für die Pflicht zur Gleichgültigkeit gegenüber allem, was anders ist.
„Solidarität“ – früher freiwillig. Heute moralische Erpressung mit Pflichtheftchen.
„Demokratie“ – früher war das die Freiheit zur Entscheidung. Heute ist es das Etikett, das auf alles geklebt wird, was du nicht mehr hinterfragen darfst.
„Menschen“ – ein Wort, so schlicht wie stark. Heute: Nebelkerze für alles, was man nicht beim Namen nennen will. Wenn irgendwo „für die Menschen“ steht, weiß man meist nur eines sicher: Es wird teuer.
„Ein Mann“ – früher einfach nur ein Mann. Heute: Umschreibung der Täterbezeichnung, wenn es sich um einen Migranten handelt, aber das vertuscht werden soll.
„Narrativ“ – früher ein Begriff der Literatur. Heute der Euphemismus für die jeweils genehmigte Propaganda.
Kriegstüchtigkeit ist kein akzeptables Ziel, sich tüchtig für den Frieden einsetzen dagegen schon.
Es lebe der Frieden, die Freiheit und die Demokratie.
