LEO ENSEL bei den Nachdenkseiten im Interview
14.08.2024
„Einerseits sollen wir Angst haben, das wird uns jeden Tag von unseren Leitmedien eingehämmert, nämlich: ‘Putin ist ein zweiter Hitler, wenn wir ihn jetzt nicht stoppen, dann wird er morgen das Baltikum und Polen überfallen und übermorgen sind russische Panzer wieder unter dem Brandenburger Tor’. Das ist die Logik. Das heißt, Angst wird erzeugt, Angst sollen wir auch haben. Ich denke nur, das ist die falsche Angst. Die richtige Angst […] orientiert sich an der größten überhaupt nur möglichen Gefahr, nämlich der Vernichtung unseres Planetens durch menschliches Handeln. Das ist die Gefahr, vor der wir Angst haben müssen und diese Angst müssen wir erst wieder lernen. Das ist nicht schön und es ist eigentlich eine Zumutung für jeden einzelnen. […] Wir müssen uns klar machen, wie ernst die Gefahr schon längst ist, in der wir sind und wir müssen lernen, eins und eins zusammenzuzählen, was passieren kann, vielleicht passieren wird, wenn dieser Zug nicht rechtzeitig gestoppt wird. […] Man ist schon einen Schritt weiter, wenn man erstmal auf der rationalen Ebene versucht, das zu sehen. Und solche Leute wie wir machen uns dabei nicht unbedingt beliebt, denn wir müssen ja Menschen aus dieser Komfortzone aufrütteln. Das hören die Menschen nicht gerne und diejenigen, die sozusagen Kassandra spielen, die werden entsprechend behandelt. Aber ich denke, wir sind in einer Situation, wo wir uns Weggucken nicht mehr leisten können. Wir müssen lernen hinzugucken und wir müssen uns zusammenschließen gegen die Gefahr. Wenn man mich vor 40 Jahren gefragt hätte, was soll ich denn tun in so einer Situation, dann hätte ich gesagt: Geh in deine nächste Friedensgruppe und guck, was du vor Ort machen kannst. Diese Infrastruktur müssen wir jetzt erst wieder aufbauen.“

pack ma ’s
NORDHAIDEPLATZ (MIRA) / SCHLEIßHEIMERSTR- 504
Helfende Hände für unser Friedensfestival auf dem Münchner Marienplatz am 1. September gesucht.
Bitte sprecht die Ordner an.
Kriegstüchtigkeit ist kein akzeptables Ziel, sich tüchtig für den Frieden einsetzen dagegen schon.
Es lebe der Frieden, die Freiheit und die Demokratie.
