10.01.2026
Mit Mecosur entsteht eines der größten Freihandelszonen der Welt. Nachdem mehr als 25 Jahre verhandelt wurde, soll der Handelsvertrag demnächst unterzeichnet werden. Brasilien, Argentinien , Paraguay, Uruguay und Bolivien gehören zusammen mit der EU diesem Abkommen an. Venezuela wurde ausgeklammert. Europa erwartet Autos, chemische Produkte etc. verkaufen zu können, während die Mercosur-Länder vor allem landwirtschaftliche Erzeugnisse und Produkte auf den europäischen Markt bringen wollen. Genau dies stößt bei den europäischen Bauern auf Unverständnis, die unter viel höheren Auflagen bei Produktion und Standards für unsere Versorgungssicherheit arbeiten. Hinzu kommt derzeit ein erhöhter Druck durch Billig-Erzeugnisse aus der Ukraine unter den dortigen unkontrollierbaren Zuständen.
Noch einmal: all diese Mitbewerber produzieren unter weitaus niedrigeren Auflagen und Vorgaben, die europäische Bauern zu erfüllen haben. Hiergegen richten sich die aktuellen Bauernproteste in Frankreich, Belgien……
Am Beispiel Tansania können wir die Auswirkungen bereits abschätzen. Dort überschwemmt extrem billiges, tiefgefrorenes Hühnerfleisch aus Brasilien den Markt. Drei Kilo für unter zehn Euro. Für Hotels und Großküchen attraktiv – für lokale Geflügelhalter ruinös. Nicht weil sie ineffizient wären, sondern weil sie keine industrielle Massenproduktion mit ausgelagerten Umwelt- und Sozialkosten betreiben.
Zudem wird die USA über die Europäer in Ihrem Hinterhof nicht gerade begeistert sein.
14.01.2026
Mittwoch
JOSEPHSPLATZ
18: 00 Uhr / Umzug 18:30
Trommler wie immer willkommen
Noch ist nicht alles über die Bühne gegangen – das EU-Parlament muß noch zustimmen, dessen Mehrheit jedoch ungewiß ist.
Unser Lösungsansatz:
Handelsabkommen auf Augenhöhe sind immer gut, solange gleiche Standards auf beiden Seiten gelten. Die Standards für die Handelsprodukte müssen auf beiden Seiten gleich sein, um eine Schieflage des Wettbewerbs auszuschließen. Wir fordern eine Kennzeichnungspflicht der Herkunftsländer und eine Transparenz der Produktionsstandards. Hoffen wir die möglichen Vorzüge einer Freihandelszone mit mehr als 700 Millionen Einwohnern dauerhaft gegenseitig genießen zu können.
Wir bevorzugen die autarke Lebensmittelversorgung Deutschlands mit der Stärkung seiner Regionalprodukte.
Kriegstüchtigkeit ist kein akzeptables Ziel, sich tüchtig für den Frieden einsetzen dagegen schon.
Es lebe der Frieden, die Freiheit und die Demokratie.
