Mittwochsumzug 17.6.202614.06.2026

Überwachung – als Sicherheit verkauft – beruhigt viele.
Die gefühlt zunehmende Gewaltbereitschaft im öffentlichen Raum fällt auf. Verstärkt durch Berichterstattung in allen zugänglichen Medien, steigt die Akzeptanz „alles“ für die vermeintliche Sicherheit zu tun. Das Tor zum manipulativen Überwachungsstaat a`la China oder DDR 2.0 ist weit geöffnet sollte das Datenmonster nicht dem politischen oder wirtschaftlichen Zugriff entzogen und die Ausrede „Die KI hat es vorgeschlagen“ als „ultima ratio“ herangezogen werden. Dies gilt es zu verhindern.

Überwachung und direktes Eingreifen von qualifizierten Kräften, zur Verhinderung von z.B. gewalttätigen Straftaten im öffentlichen Raum, ist das propagierte Ziel. Wäre da nicht die derzeitige Realität, die die Ordnungshüter entweder wegschauen, an der Strafverfolgung scheitern oder – subjektiv noch schlimmer – nicht verhältnismäßig aburteilen lässt.

Das Unternehmen Palantir (gegründet 2003) hat sich inzwischen von einem CIA-finanzierten US-Heimatschutzprogramm-Analysten zu einer weltweit führenden KI-Sicherheitsdatenkrake entwickelt, die an allen ihr zugänglichen Daten interessiert ist. Seien es britische Gesundheitsdaten, Visaanträge von Außlandsstudenten in den USA, bis zu Polizeidaten von EU-Bürgern u.a.. auch den unseren. Mit Zustimmung der AfD (Warum eigentlich ?) wurde kürzlich in Baden-Württemberg die Einführung der „Palantir“-Software für die Polizei beschlossen. Die mit „HessenDat“ schon länger im Einsatz befindliche Palantir-KI schuf z.B. einen Großteil der „Faktenlage“ (10TB Anklageschrift) zum umstrittenen „Reuß-Prozeß“. Palantir greift schon jetzt in das Leben vieler Bürger dieser Welt ein bis hin zu einer automatisierten (nach Grundsatzentscheidung) Tötung von Menschen (z.B. Kriegsgebiete).

Ein Unternehmen, dass gewinnbringend Werkzeuge zur Verfügung stellt? Ob diese nun zur „wirklichen“ Gefahrenabwehr, zum Machterhalt, zu Manipulationszwecken, zur Korruptionsverfolgung, zur Massensteuerung etc. eingesetzt wird, hängt von der Integrität des Users, des Auftraggebers und/oder des entsprechenden Kontrollorgans ab. Sicher ist, die Datenfülle ermöglicht qualifizierte Aussagen über wahrscheinliches Verhalten der Delinquenten, die genaue Durchleuchtung von Menschen, Institutionen etc. – und all diese Daten landen in den USA.

17.06.2026
WETTERSTEINPLATZ
Mittwoch
ab 18:00 Uhr

Umzug 18:30
Trommler wie immer willkommen

Unser Lösungsvorschlag:
Daten sammeln zur Gefahrenabwehr ist ein Ziel, aber sicherlich nicht das Einzige. Das Entscheidende ist, wer und mit welcher Intention Zugriff auf solch sensible Daten bekommt und wie oder zu welchem Zweck er diese verwendet. Heute ist es möglich allein durch die WLAN-Emission ein genaues Lagebild in den Lebensräumen zu erhalten. Kombiniert mit der Datenkrake Palantir sind tiefgreifende Einblicke in alle Belange des menschlichen Lebens ermöglicht, die der Überwachung und späteren Manipulation kaum Grenzen setzt, . Am Beispiel chinesischer Dissidenten sind die möglichen Auswirkungen auf den einzelnen Bürger schon medial bekannt geworden. Wir stehen am Scheideweg hin zur korrekten, politisch bestimmten Verhaltensweise oder dem Individuum Freilauf gebenden Sicherheitsarchitektur. Ein schmaler Grad, der von der Integrität und Unabhängigkeit der bestimmenden Datenzugriffsberechtigten abhängig ist. Hoffentlich sind wir in diesem Land in der Lage unsere Datenhoheit zurückzugewinnen und die Richtlinienkompetenz – ähnlich wie von München-steht-auf bereits bei den Medien vorgeschlagen – in einer unabhängigen, korruptionsfreien Selbstbestimmung der Bürger zu organisieren. Allein die vielfältig gelagerten derzeitigen Machtinteressen der politisch und wirtschaftlich Mächtigen sprechen eine andere Sprache. Es gibt viel zu tun.

Kriegstüchtigkeit ist kein akzeptables Ziel, sich tüchtig für den Frieden einsetzen dagegen schon.

Es lebe der Frieden, die Freiheit und die Demokratie.