27.07.2026
Wann kommt der Punkt, an dem ein deutscher Soldat „Nein!“ sagen muss? Wann muss ein Bundeswehrsoldat seinen Befehl verweigern? Diese Fragen stellte der Schriftsteller Navid Kermani zum Gelöbnis der Rekruten im Bendlerblock in Berlin am 20. Juli. Auch wenn sich annehmen ließe, dass nach über 70 Jahren die Antworten allen klar sein sollten: Kermanis an vielen Stellen fulminante Rede machte deutlich, wie wichtig es ist, das Thema der Befehlsverweigerung deutlich anzusprechen. Kermani fand deutliche Worte – die Mimik des Verteidigungsministers sprach Bände. Ein Kommentar von Marcus Klöckner in den Nachdenkseiten.
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Kriegsdienstverweigerung, Angriffskriegsverweigerung sind die wichtigen Themen über die in Deutschland nie mehr diskutiert werden dürfte, nach den Erfahrungen aus 2 Weltkriegen. Über Landesverteidigung oder eine pazifistische Gesellschaft zu diskutieren macht Sinn, zumal das althergebrachte Ausbeutungsmodel aus der Kolonialzeit das Ende seines Lebenszyklus erreicht hat. Deutschland in der Mitte Europas sollte sich, nach Ansicht von München-steht-auf, auf seine Stärken im Frieden konzentrieren, anstatt wiedereinmal den Kontinent mit Krieg neugestalten zu wollen.wir haben uns entschieden – wir wollen keinen Krieg.
Kriegstüchtigkeit ist kein akzeptables Ziel, sich tüchtig für den Frieden einsetzen dagegen schon.
Es lebe der Frieden, die Freiheit und die Demokratie.
